Ich erinnere mich noch gut an manche frühen Gespräche über KI in den späten 90-Jahren. Wir waren Teenager. Um 1998 herum saßen wir immer wieder zusammen und diskutierten über „künstliche Intelligenz“. Für uns war es damals ein faszinierendes Gedankenexperiment. Wir trugen so manches Wissen über Programme, Programmieren und maschinelles Lernen zusammen und fragten uns: Könnte man mit genügend Rechenpower und Textdaten Maschinen beibringen, Sprache zu verstehen? Würden Computer irgendwann „denken“ können, oder blieben sie immer Werkzeuge?
Heute, ein gutes Vierteljahrhundert später, gibt es Large Language Models wie ChatGPT, die genau diese Idee technisch umsetzen. Aber meine Grundüberzeugung von damals hat sich nicht geändert: KI kann nicht denken, nicht fühlen, nicht verstehen. KI ist und bleibt ein Werkzeug.
Ein schönes Beispiel für diesen Werkzeugcharakter ist OpenCV, eine Bibliothek für Computer Vision, die 1999 aus einem eher pragmatischen Projekt bei Intel entstand. Statt „intelligente“ Systeme zu bauen, wollte man schlicht die eigenen Prozessoren für grafische Aufgaben speziell ausgerichtet testen und verbessern. Dafür sammelte ein kleines Team Algorithmen – und legte damit den Grundstein für eines der wichtigsten KI-Werkzeuge überhaupt. Mehr dazu in Teil 2.
Eine kleine Geschichte der KI: Von Turing bis ins Jahr 2000
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Ich erinnere mich noch gut an manche frühen Gespräche über KI in den späten 90-Jahren. Wir waren Teenager. Um 1998 herum saßen wir immer wieder zusammen und diskutierten über „künstliche Intelligenz“. Für uns war es damals ein faszinierendes Gedankenexperiment. Wir trugen so manches Wissen über Programme, Programmieren und maschinelles Lernen zusammen und fragten uns: Könnte man mit genügend Rechenpower und Textdaten Maschinen beibringen, Sprache zu verstehen? Würden Computer irgendwann „denken“ können, oder blieben sie immer Werkzeuge?
Heute, ein gutes Vierteljahrhundert später, gibt es Large Language Models wie ChatGPT, die genau diese Idee technisch umsetzen. Aber meine Grundüberzeugung von damals hat sich nicht geändert: KI kann nicht denken, nicht fühlen, nicht verstehen. KI ist und bleibt ein Werkzeug.
Ein schönes Beispiel für diesen Werkzeugcharakter ist OpenCV, eine Bibliothek für Computer Vision, die 1999 aus einem eher pragmatischen Projekt bei Intel entstand. Statt „intelligente“ Systeme zu bauen, wollte man schlicht die eigenen Prozessoren für grafische Aufgaben speziell ausgerichtet testen und verbessern. Dafür sammelte ein kleines Team Algorithmen – und legte damit den Grundstein für eines der wichtigsten KI-Werkzeuge überhaupt. Mehr dazu in Teil 2.
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