Buchtipp: L’Abri von Edith Schaeffer

Schaeffer, Edith, L’Abri, Oncken Verlag Wuppertal / Kassel, 5. Aufl. 1977, 205 S., Amazon-Link

Inzwischen zum vierten Mal habe ich nun Edith Schaeffers Buch „L’Abri“ gelesen. Jedes Mal berührt es mich wieder erneut zutiefst, zu lesen, wie eine Familie aus den Staaten in die Schweizer Alpen zieht, in ein kleines, abgelegenes Dorf, und plötzlich aus der ganzen Welt junge Menschen anzieht. Was für diese Menschen so attraktiv ist, sind zwei Dinge zugleich: Da waren Menschen, die sie ernst nahmen, mit all ihren Fragen, Zweifeln, Gedanken, sie einlud, alles zu sagen und ihnen half, den christlichen Glauben zu verstehen. Und dann war dieselbe Familie da, die ganz ohne Bettelbriefe, ganz ohne Spendenaufrufe, einfach Tag für Tag das Notwendige aus Gottes Hand erbat. Und bekam. Da wurde Gottes Größe für sie plötzlich lebendig. In diesem Leben und im Lieben. Auch mit dem ganzen Verstand.

Die Familie Schaeffer hat Mission mal ganz anders gemacht. Zunächst einmal haben sie sich nicht hingesetzt und geplant. Nein, sie haben sich auf den Weg gemacht und sich von Gottes Vorsehung Schritt für Schritt führen lassen. Nicht immer ganz einfach, denn es gibt da auch Widerstände. Am ersten Ort in den Schweizer Alpen bekehren sich zu viele populäre Katholiken, da kam plötzlich ein Bescheid, dass sie die Schweiz innerhalb von sechs Wochen zu verlassen hätten. So öffnet ihnen Gott – sozusagen im letzten Moment vor der Ausweisung – eine neue Türe in einem kleinen Dorf, weit abgelegen von jeglicher Stadtnähe. Dann ist es also ein Missionswerk, das nicht „zu den Menschen“ geht, sondern die Menschen zu sich kommen lässt. Und sie sind gekommen. Im Laufe der Jahre sind tausende von jungen Menschen nach L’Abri gekommen, haben am Familienleben teilgenommen und sich in abendlichen Diskussionen mit dem biblischen Weltbild befasst. Und nicht zuletzt haben sie auch nicht auf Zahlen gesetzt. Der einzelne Mensch zählt, nicht die Masse an Menschen, die kommen. Es waren immer nur gerade so viele aufs Mal da, dass alle zu Wort kommen konnten, und gerade das war auch so wichtig. Es war ein Missionswerk für junge denkende Menschen, von denen viele schon längst mit dem christlichen Glauben abgeschlossen hatten. Wer kann denn sowas heute noch glauben? Edith und Francis Schaeffer konnten – und wussten es auch sehr anschaulich zu erklären. Außerdem war ihr ganzes Leben eine große Erklärung des Christentums.

Bei jedem erneuten Lesen dieses Buches beginne ich zu beten: Herr, schenke uns heute noch mehr L’Abris! Noch mehr Schaeffers! Und noch mehr Türen und Gelegenheiten, um der jungen Generation so klar und deutlich die wahre Wahrheit nahe zu bringen. Um es mit Francis Schaeffer zu sagen: Der einzige Grund, weshalb jemand Christ werden soll, ist der, dass das Christentum wahr ist. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und gebe ihm fünf von fünf möglichen Sternen.

Wer sich noch näher für die Familie Schaeffer interessiert, findet hier (Link) ein 15-seitiges PDF, das ich zu Leben und Werk von Francis August Schaeffer geschrieben habe. In den nächsten Wochen werden noch ein paar weitere Blogposts zu Büchern von und über Schaeffers und vielleicht auch mehr folgen.

Gott wohnt in der Mitte Seines Volkes

Dieser Text ist ein Abschnitt aus dem folgenden PDF: https://jonaserne.net/wp-content/uploads/2017/12/Als_die_Zeit_erfuellt_war_final.pdf

Wie hat Gott das Kommen des Erlösers vorbereitet? Gott war deutlich: Er wollte in der Mitte des Volkes Israel wohnen und sein Gott sein: Das ist es aber, was du auf dem Altar opfern sollst: Zwei einjährige Lämmer sollst du beständig darauf opfern, Tag für Tag; das eine Lamm sollst du am Morgen opfern, das andere Lamm sollst du zur Abendzeit opfern; […] Das soll das beständige Brandopfer sein für eure künftigen Geschlechter, vor dem Herrn, vor dem Eingang der Stiftshütte, wo ich mit euch zusammenkommen will, um dort zu dir zu reden. Und ich werde dort zusammenkommen mit den Kindern Israels, und die Stiftshütte soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit. Und ich will die Stiftshütte heiligen samt dem Altar; und ich will mir Aaron und seine Söhne heiligen, damit sie mir als Priester dienen. Und ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen, und ich will ihr Gott sein. Und sie sollen erkennen, daß ich, der Herr, ihr Gott bin, der sie aus dem Land Ägypten geführt hat, damit ich in ihrer Mitte wohne, ich, der Herr, ihr Gott. (2. Mose 29, 38 – 46)

Damit der heilige Gott unter den sündigen Menschen wohnen konnte, mussten sie immer wieder geheiligt werden. Jeden Tag mussten dafür zwei Lämmer geopfert werden. Und wenn jemandem bewusst geworden ist, dass er gerade auch gegen Gott gesündigt hatte, so musste er auch mit einem Opfertier zur Stiftshütte kommen und dieses Tier schlachten. Das Blut des Opfertiers war es, was immer wieder vergossen werden musste, damit sich Israel ständig bewusst war, dass es ein sündiges Volk ist, und dass Gott eines Tages den richtigen Erlöser, den Nachkommen von Eva, schicken wird.

Die Bücher 2. – 4. Mose waren vermutlich ursprünglich ein einziges Buch, das aber nicht auf eine Schriftrolle passte und deshalb auf drei Schriftrollen aufgeteilt wurde. Ein Buch hat im Hebräischen einen Anfang und einen Schluss, aber zwischen 2. und 3. Mose sowie zwischen 3. und 4. Mose gibt es keine solchen Übergänge. Aus diesem Grund können wir davon ausgehen, dass es ein zusammenhängendes Buch war. Und der Mittelpunkt von diesem zusammenhängenden Buch ist 3. Mose 16, wo es um den Tag der Versöhnung geht. Zusätzlich zu den zwei Lämmern, die jeden Tag geopfert werden sollten und auch zusätzlich zu den persönlichen Schuldopfern gab es jedes Jahr einen Tag, an dem ein ganz besonderes Opfer gebracht werden musste:

Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israels zwei Ziegenböcke nehmen als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer. Und Aaron soll den Jungstier als Sündopfer für sich selbst herzubringen und Sühnung erwirken für sich und sein Haus. Danach soll er die beiden Böcke nehmen und sie vor den Herrn stellen, an den Eingang der Stiftshütte. Und Aaron soll Lose werfen über die beiden Böcke, ein Los »Für den Herrn« und ein Los »Für die Verwendung als Sündenbock«. Und Aaron soll den Bock herzubringen, auf den das Los »Für den Herrn« fiel, und ihn als Sündopfer opfern. Aber den Bock, auf den das Los »Für die Verwendung als Sündenbock« fiel, soll er lebendig vor den Herrn stellen, um über ihm die Sühnung zu erwirken und ihn als Sündenbock in die Wüste fortzuschicken. (3. Mose 16, 5 – 10)

Damit der heilige Gott in der Mitte des Volkes Israel wohnen konnte, musste das Volk ein heiliges Gottesvolk sein. Deshalb ist der Versöhnungstag der Mittelpunkt und ist beidseits umgeben von Geboten: 3. Mose 11 – 15 beinhaltet die Reinheitsgebote und 3. Mose 17 – 24 die Heiligkeitsgebote. Dieser Aufbau der Mitte zeigt, in welcher Spannung das Volk Israel lebte. Viele der Gebote waren gegeben, damit das Volk anders war als die Völker darum herum. Nicht jedes von diesen Geboten muss zwingend seinen hygienischen oder praktischen Grund haben. Sie waren einfach das Zeichen für: Wir sind Gottes Volk, wir unterscheiden uns von euch, weil wir dem heiligen Gott dienen.

Gott beginnt diesen Abschnitt zuerst mit den Speisegeboten. Das erste und einzige Gebot im Garten Eden war ein Speisegebot: Nicht von dem einen Baum zu essen. Was lassen wir in uns hinein? Diese Frage betrifft auch uns heute. Nicht so sehr, was das Essen betrifft, aber etwa unseren Konsum von Bildern, Filmen, Büchern, und so weiter. Manche Dinge machen uns unrein, weil sie uns zu falschem Denken verführen. Deshalb stehen da am Anfang die Konsumgebote.

Gott wohnte in der Stiftshütte, einem Zelt, das aus drei Teilen bestand: Dem Vorhof, dem heiligen Teil und dem innersten Teil, dem Allerheiligsten. Der Vorhof war der Ort, an den die Israeliten kommen durften. Dort wurden die Brandopfer und Sündopfer dargebracht. Dann gab es das Heilige, das war der vordere Teil des Zeltes. Dort mussten die Priester jeden Tag ihre Arbeit verrichten. Und dann gab es noch einen hinteren Teil des Zeltes, das Allerheiligste, welches durch einen Vorhang abgetrennt wurde. In das Allerheiligste durfte nur einmal pro Jahr jemand hinein – und das nur der oberste der Priester, nämlich der Hohepriester und auch er nur am Tag der Versöhnung.

Der Tempel in Jerusalem wurde nach dem Vorbild der Stiftshütte gebaut. In dem Moment, als Jesus starb, zerriss der Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten abtrennte. Von diesem Moment an war und ist jeder, der an Jesus Christus glaubt, zu einem Hohepriester geworden. Es gibt keine privilegierten Priester mehr, sondern das allgemeine Priestertum hat begonnen. Wir brauchen nicht mehr zu warten, bis der Versöhnungstag da ist, sondern für uns ist jeden Tag Versöhnungstag.

Noch etwas ist spannend: Vor dem Eingang in das Allerheiligste stand der Altar für die Rauchopfer. Im Neuen Testament sehen wir, dass Rauchopfer eine geistliche Bedeutung haben: Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. (Offenbarung 5,8) Wir dürfen also als das neue Volk von Hohenpriestern zu jeder Zeit in die Gegenwart Gottes kommen, dorthin kommen wir durch das Gebet, welches Gott erfreut. Das ist ein großes Vorrecht, für das wir dankbar sein können. Unser Räucherwerk ist vor allem Gebete, Lobpreis und Dank an Gott.

Neun Fragen an Herrn Böcking

Foto: Christian Langbehn
Vor einer Weile habe ich das Buch „Ein bisschen Glauben gibt es nicht“ von Daniel Böcking gelesen und rezensiert. Nun habe ich Herrn Böcking neun Fragen gestellt, die nach dem Lesen des Buches noch offen geblieben sind, zum Buch, dem Glauben, seinem Beruf und mehr.
  1. Herr Böcking, Sie berichten in Ihrem Buch, dass die Suche nach einer Gemeinde zunächst von einem Church-Hopping geprägt war. Wie sieht das jetzt aus? Haben Sie da eine feste „Heimat“ gefunden?
Ich bin mir oft nicht ganz sicher, was mit der „Gemeinde“ als Heimat gemeint ist. Ich habe eine Gemeinde gefunden, zu der ich sehr gerne sonntags in den Gottesdienst gehe. Das ist das „Berlin Projekt“. Es gibt aber auch viele Sonntage, an denen ich stattdessen etwas Anderes mit meiner Familie unternehme – zum Beispiel, wenn die Kinder unbedingt schwimmen gehen wollen. Dieses „Gemeinde-Ritual“ ist mir also bis heute nicht so vertraut. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich eine wundervolle Gemeinde im Sinne von „Gemeinschaft mit anderen Christen“ erleben darf, dass ich eine Heimat bei Jesus und im Glauben und im Austausch mit Christen habe. Diese „Gemeinde“ treffe ich mal im Job, mal in Einzelgesprächen, bei gemeinsamen Frühstücken oder sogar online bei Facebook. Es sind also viele unterschiedliche Christen, mit denen ich großartigen Austausch habe. Aber nicht die eine Gemeinde im klassischen Sinne.
  1. Wie würden Sie die Bedeutung der Gemeinde beschreiben? Was macht die Gemeinde so besonders oder wertvoll?
Ich glaube, dass die Gemeinschaft mit Christen ungeheuer wichtig ist. Schon allein deshalb, weil ich immer wahnsinnig viele Fragen habe. Selbstverständlich auch, weil es nicht immer schnurstracks auf dem Weg läuft, weil man Ermutigung braucht – und weil ich es ganz, ganz toll finde, wenn mich zum Beispiel jemand fragt, ob er für mich beten darf. In meinem persönlichen Fall wäre ich nie umgekehrt, hätte es nicht andere Christen gegeben, die mich begleitet haben. Wenn Sie aber danach fragen, ob es DIE EINE Gemeinde geben muss, in der ich mich zuhause fühle: So ist es mir bislang nicht ergangen.
  1. Wie wird das umgekrempelte Leben von Ihrem Umfeld (Familie, Freunde, Beruf) inzwischen gesehen? Stoßen Sie da noch auf Ablehnung? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?
Ich würde gerne von heroischen Gottesbekenntnissen allen Widerständen zum Trotz berichten. Aber so ist es nicht. Meine Erfahrung ist: Wir Christen halten uns manchmal für sonderbarer, als wir gesehen werden. Ich habe kaum Ablehnung erlebt. Klar, nicht jeder teilt meine Jesus-Begeisterung. Aber eben erst habe ich mit einem älteren Herrn aus Berlin telefoniert und wir sprachen zufällig über den Glauben. Ich erzählte ihm, wie gern ich bete. Und er sagte ganz gelassen: „Wissense, dat muss jeder für sich selbst entscheiden.“ Spott oder sogar harte Ablehnung habe ich kaum erfahren. Im Gegenteil: sehr viel Unterstützung. Auch von Nicht-Gläubigen, die aber honorierten, dass jemand zu seinem Glauben und zu seinen Werten steht.
  1. Welche praktischen Auswirkungen hat der Glaube auf Ihre beruflichen Tätigkeiten? Gibt es da etwas, was sich geändert hat? Neue Themen? Andere Schwerpunkte? Verzicht auf bestimmte Themen?
Bevor ich öffentlich über den Glauben geschrieben habe, habe ich mir selbst diese Frage nie gestellt, da ich mich sowohl beruflich als auch persönlich als Christ rundum wohl bei BILD fühle. Ich arbeite gerne hier und weiß, wie professionell wir alle uns mit Themen auseinandersetzen und wie schwer wir uns auch oft mit Entscheidungen tun.
Mir ist bewusst, dass man unsere Arbeit kritisiert und auch kritisieren soll und kann. Schließlich sind auch wir keine Kinder von Traurigkeit. Aber bei manchen Vorwürfen mir gegenüber habe ich das Gefühl, dass jemand BILD einfach persönlich ablehnt – was sein gutes Recht ist – und das mit Glaubensargumenten vermischt. Ich habe viele Diskussionen darüber geführt. Am Ende ist stets die innere Gewissheit geblieben, dass es sehr gut und richtig für mich ist, bei BILD zu sein und dass es wunderbar ist, an einem Ort zu arbeiten, der solche Diskussionen zulässt und mir die Freiheit schenkt, auch öffentlich darüber zu sprechen. Ein Sprichwort, das ich sehr mag, sagt: „Wo Gott dich hingesät hat, da sollst du blühen.“
  1. Sie sind ja täglich mit den Online-Medien beschäftigt. Was würden Sie der jungen Generation, die jetzt damit aufwächst, mitgeben, wie ein gesunder, sinnvoller Umgang damit (auch gerade vom christlichen Standpunkt aus gesehen) aussehen könnte?
Mir gefiel stets der Ratschlag: Zeig/schreib/poste nur das, was auch deine Mutter und dein Chef oder Lehrer sehen kann. Mein Ratschlag wäre eher für die ältere Generation: Seht euch das genau an – auch digital gibt es lebendige Christengemeinschaft. Mir begegnen inzwischen immer häufiger Christen zum Beispiel auf Facebook, die ihren ganz privaten ‚Gottesdienst’ von ihrem Sofa live ins Internet übertragen. Da gucken dann mal 50, mal 100 andere zu und kommentieren. Das wirkt erstmal etwas schräg – aber mich freut es jedes Mal, weil es zeigt, wie groß die Möglichkeiten im Netz sind. Anderes Beispiel: Ich habe diverse Gemeinde-Podcasts abonniert und höre mir deren Predigten beim Joggen an. Ist doch wundervoll, wie leicht es ist, geistlich aufzutanken dank der Digitalisierung.
  1. Was wäre Ihre Empfehlung an junge Menschen, die selbst im Journalismus arbeiten wollen, welche Gewohnheiten machen einen guten Journalisten aus, und wie können diese geübt werden?
Neugier ist da natürlich eine der wichtigsten Tugenden. Ansonsten gibt es kaum noch einen klassischen Weg in den Journalismus. Früher war es: Freie Mitarbeit, Volontariat, evtl vorher noch ein Studium. Heute gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, dass jemand, der wunderschöne Grafiken auf Facebook postet, von uns vielleicht mit Kusshand genommen wird – auch wenn er vorher noch nie journalistisch gearbeitet hat. Das können wir ihm ja noch beibringen. Das ist eine der großen Veränderungen: ALLE Disziplinen im digitalen Journalismus kann man kaum noch beherrschen. Deswegen ist es total sinnvoll, viel auszuprobieren – und sich dann zu spezialisieren.
  1. Wo sehen Sie in Ihrem persönlichen Leben gerade Punkte, an denen Sie am Lernen sind oder neue Schritte gehen?
Ich lerne von morgens bis abends dazu. Das ist mir wichtig zu betonen: Ich weiß, dass ich ein Buch schreiben durfte und Interviews geben darf, weil die Mischung aus „Christ“ und meinem Job offenbar ganz interessant ist. Nicht, weil ich besonderes Wissen oder irgendwelche neuen Erkenntnisse hätte. Deshalb ist es mein voller Ernst, wenn ich sage, dass ich in Dauer-Lern-Schleife bin. Ich entdecke jeden Tag etwas Neues. Ich muss lernen, dass die Jesus-Begeisterung auch mal abflaut. Dass ich mich auch mal anstrengen muss, damit die Beziehung zu ihm so wach und lebendig bleibt. Aktuell frage ich mich oft, wie denn sein Masterplan für mich aussieht. Dann komm ich ins Grübeln. Neulich stolperte ich in so einem Moment wieder über einen meiner Lieblingsverse: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch das alles zufallen.“ Das hat mich dann wieder ruhig gestimmt und mir einen Fokus gegeben.
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  1. Sie berichten von der Flüchtlingsarbeit in Berlin. Wie sieht die Lage derzeit aus? Wo gibt es noch Handlungsbedarf, falls ein Leser sich da auch noch beteiligen möchte?
Wenn jemand helfen möchte, dann sollte er sich am besten zum Beispiel an die Caritas wenden und eine ehrenamtliche Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen. Da wird händeringend gesucht. Vermutlich gibt es noch viele Möglichkeiten zu helfen. Aber hier weiß ich, dass der Bedarf groß ist und den Geflüchteten wirklich etwas bringt.
  1. Haben Sie sonst noch etwas auf dem Herzen, was möglichst jeder hören und lesen soll?
Ich habe eh schon viel zu lang geantwortet. Ich hoffe einfach, dass noch viele Menschen dieselbe Entdeckung machen, die ich machen durfte: Wie wundervoll, vernünftig, einladend, rettend und begeisternd der Glaube an Jesus Christus ist. Viel zu oft verbinden Menschen mit dem Glauben etwas Hartes, Unsympathisches. Ich habe ihn als genau das Gegenteil kennengelernt. Als Liebe pur.
Vielen Dank für die Antworten!

Das habe ich nur als Mutter gemeint!

Ein kurzes Gespräch im Roman „Middlemarch“ von George Eliot beschreibt ein typisches Phänomen, das wir auch heute oft beobachten können. Es geht um Dr. Lydgate, den frisch zugezogenen, in dem Sinne fremden, Arzt, der laut Gerüchten kurz davor stehen soll, die Rosamonde zu heiraten (was sich später dann auch bewahrheitet). Hier ein Auszug aus der brodelnden Gerüchteküche:
Not but what I am truly thankful for Ned’s sake,” said Mrs. Plymdale. “He could certainly better afford to keep such a wife than some people can; but I should wish him to look elsewhere. Still a mother has anxieties, and some young men would take to a bad life in consequence. Besides, if I was obliged to speak, I should say I was not fond of strangers coming into a town.” “I don’t know, Selina,” said Mrs. Bulstrode, with a little emphasis in her turn. “Mr. Bulstrode was a stranger here at one time. Abraham and Moses were strangers in the land, and we are told to entertain strangers. And especially,” she added, after a slight pause, “when they are unexceptionable.” “I was not speaking in a religious sense, Harriet. I spoke as a mother.”(Kindle-Position 5267 – 5271)
Auch heute findet man oft, dass zwischen dem, was dem christlichen Glauben entspricht und dem, was Menschen diesen Bekenntnisses tatsächlich tun, eine tiefe Kluft. So, als wollte man sagen: Das habe ich nicht im Sinne des Glaubens gemeint, das habe ich nur als Weltmensch gemeint!

Ein bisschen Glauben gibt es nicht

Böcking, Daniel, Ein bisschen Glauben gibt es nicht: Wie Gott mein Leben umkrempelt, Gütersloher Verlagshaus, 2015, Verlags-Link, Amazon-Link
Zunächst einmal vielen Dank an das Gütersloher Verlagshaus für das Zur-Verfügung-Stellen eines Rezensionsexemplars des vorliegenden Buches.
Dass der stellvertretende Chefredakteur der BILD-Zeitung Daniel Böcking zu seinem Glauben steht und davon in einem (gerade für BILD-Verhältnisse erstaunlich langen) Artikelberichtet, hat mich bereits im April 2015 begeistert. Schon damals (und nicht erst dann) machte ich mir meine Gedanken darüber, ob das undifferenzierte BILD-Bashing, das in manchen christlichen Kreisen ebenfalls beliebt ist, tatsächlich so gut ist. Und heute, zwei Jahre später und im Zeitalter von „Fake-News“- und „Lügenpresse“-Geschrei muss ich mich erst recht davon distanzieren. Viele Journalisten machen einen sehr guten Job – und dafür bin ich dankbar.
Daniel Böcking beschreibt seinen Lebensweg im Buch sehr anschaulich, ehrlich und auch immer wieder selbstkritisch. Zunächst erzählt er von seinem erfolgreichen Leben – nicht nur im Beruf, sondern auch im Fettnäpfchentreten. Von einigen Stories, die ihn beschämt machen, wenn er sich daran erinnert. Aber auch, wie er als Jugendlicher sein eigenes Gottesbild nach dem Prinzip Bibelbastelbogen zusammenstellte. Für eine schlechte Tat kasteite er sich sich selbst eine Weile und dann war die Sache gegessen. Gott ist Liebe, und damit hat sich das. Punkt. Und dann kam 2010, das Jahr, welches mit dem großen Erdbeben in Haiti begann. Er flog selbst mit einem Hilfstransport nach Haiti und lernte dort Menschen der christlichen Hilfsorganisation „humedica“ kennen. Das war eine neue Art von Glauben. So machte er sich auf die Suche.
Was mich an dem Buch begeistert, ist die neue, unverbrauchte Art, von Dingen zu schreiben, die man kaum in Worte fassen kann, ohne dabei auf allzu viel theologisches Vokabular zurückzugreifen. Die ehrliche Art, in sich selbst hineinzusehen und festzustellen, dass da was fehlt. Dass was anders sein sollte. Und die genial einfache Art, seine Bekehrung zu beschreiben. Ein kleiner Auszug:„Es war das glücklichste JA, das man sich vorstellen kann. JA, ich kehre JETZT um! Ab hier gibt es kein Zurück mehr. Auch kein Rechts und kein Links oder ein bisschen kurvig. Nur JA! Geradeaus! JA zu Gott. Ich hatte das Gefühl, als würde mich Gott persönlich umarmen. Alles war so klar, hell und freundlich. Es gab keine Zweifel. Nur Gewissheit und Ruhe.“(S. 101f) Also diese Beschreibung hat mich enorm berührt. Da fühlte ich mich um etwa 15 Jahre zurückversetzt, zu dem Zeitpunkt, in welchem es mir sehr ähnlich erging.
Es gab manche Momente, die ich dem Autor gerne erspart hätte, so etwa die mantraartige Meditation nach fernöstlichem Vorbild. Christliche Meditation füllt das Gedächtnis mit dem Inhalt von Gottes Wort, während fernöstliche Meditation darauf abzielt, den Geist des Menschen so zu „leeren“, bis man sich mit der ganzen Welt eins fühlt. In dieser Hinsicht kann Daniel Böcking daraus jedenfalls kein Vorwurf gemacht werden, da es kirchliche Einrichtungen gibt, die solche Praktiken anbieten. Insgesamt finde ich den Bericht auf jeden Fall sehr lesenswert und empfehle ihn mit der vollen Punktzahl sehr gerne weiter.

Glaube Liebe Tod

Gallert, Peter, Reiter, Jörg, Glaube Liebe Tod, Ullstein Verlag 2017, Kindle-Version, 384S., Amazon-Link
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer versucht, einen Polizisten zu retten, der gerade dabei ist, sich von einer Brücke zu stürzen. Der Versuch gelingt – für vier Stunden. Dann wird der Polizist tot aufgefunden. Er hatte sich von einem Parkhaus gestürzt. Doch irgend etwas stimmt da nicht. Bauer schöpft Verdacht, denn Keunert, der Polizist, wollte sich ja gerade deshalb ins Wasser stürzen, damit er nicht so eine Sauerei hinterlässt. Nun gibt es sie doch. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus und Bauer macht sich selbst auf die Suche. Er findet heraus, dass Keunert bereits eine interne Ermittlung wegen Bestechlichkeit gegen sich laufen hatte und die Spur führt ins Rotlichtmilieu. Dort überschlagen sich die Ereignisse, es kommt Drogenhandel ins Spiel und am Ende gelingt es der Polizei dank Bauers Mithilfe und Hartnäckigkeit, den Fall aufzuklären.
Der Einstieg in das Buch ist sehr gut gelungen. Die Leseprobe hat mich gleich gefesselt und ein sehr spannendes Buch versprochen. Besonders hat mich auch interessiert, wie die Autoren theologisch mit der Hauptfigur des Polizeiseelsorgers Martin Bauer umgehen. Das Buch ist leicht lesbar, ich habe es gerne gelesen, aber meiner Meinung nach wurde das Versprechen der ersten Seiten nicht eingehalten. Je länger man las, desto leichter ließ sich vorhersagen, welche Wendung als nächstes eintreffen musste. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die Autoren als Drehbuchautoren schon zuviel Routine besitzen und deshalb besser für Filme schreiben sollten, wo sich das Vorhersehbare durch visuelle Effekte leichter überraschend darstellen lässt.
Gut gefallen hat mir, dass die Autoren das Leben im Rotlichtmilieu sehr anschaulich und realistisch beschrieben haben: Die Gewalt und Herabwürdigung, die den Frauen dort täglich begegnet; die Tatsache, dass das kaum jemand freiwillig macht. Auch die fortwährenden Schwierigkeiten der jungen Hauptkommissarin Verena Dohr, an deren Stuhl beständig gesägt wurde, da andere auf ihren Posten neidisch waren, wird sehr schön und natürlich nachgezeichnet. Sie ist die weibliche Nebenheldin, da sie sich am Ende trotz aller Gefahren des Falles annimmt und Bauer auf der Suche nach dem Jungen Tilo, der als Keunerts Sohn aufwuchs, unterstützt. Dass Tilo natürlich ein uneheliches Kind sein muss, wird dem Leser ähnlich aufgebauter Krimis schon längst klar sein, wenn dann endlich diese Bombe platzt.
Als Theologe habe ich zu guter Letzt auch noch ein paar Gedanken zur Theologie des ehemaligen Pfarrers und inzwischen Polizeiseelsorgers Martin Bauer. Wie geht er mit der Bibel um? Zwei Zitate: „Es genügte, die Bibel in der Hand zu halten. Dabei war es egal, um welche Ausgabe in welcher Fassung oder Sprache es sich handelte. Das Buch zu halten gab ihm Kraft. Nur mit der digitalen Bibel auf seinem iPad funktionierte das nicht.“ (Pos. 787) „Bei seinem Bibelroulette war Bauer im Alten Testament gelandet, in den Büchern der Kleinen Propheten. Beim Gerichtstag des Herrn.“ (Pos. 4492) Beide Zitate zeugen von einem magischen Bibelverständnis. Ob er nun Bibelroulette spielt oder aus dem mechanischen Halten der geschlossenen Bibel „Kraft“ beziehen will, immer steckt der Gedanke dahinter: „Die Bibel muss magisch an mir wirken, auch wenn ich mich nicht systematisch mit ihr beschäftige.“
Gottes Plan für unser Leben? Fehlanzeige! „Wieder unterbrach Nicole seine Gedanken. ‚Glauben Sie, Gott hat so etwas wie einen Plan für uns?‘ Bauer schüttelte langsam den Kopf. ‚Ich glaube, er gibt uns eine Idee. Wenn wir Glück haben, erkennen wir sie. Den Plan machen wir selbst.’“ (Pos. 4780) Oder auch interessant, ziemlich am Anfang: „Er hatte auf Gott vertraut. Das hatte einem Menschen das Leben gekostet.“ (Pos. 1291)
Und dann muss natürlich auch noch eine Buddhistin erscheinen, um Bauer wieder auf die richtige Spur zu bringen: „’Buddhistische Prinzipien … Ist die Wahrheit so ein Prinzip? Spielt sie eine wichtige Rolle im Buddhismus? Was ist mit ihrer heilenden Kraft?‘ Sie wurde ernst. ‚Im Umgang mit Menschen geht es meiner Ansicht nach weniger um Wahrheit als um Weisheit. […] Buddhismus ist keine Religion. Buddhisten können an Gott glauben.’“ (Pos. 6321) „Zuerst hatte er dem Geräusch ihres gleichmäßigen Atems gelauscht. Dann hatte er gebetet. Irgendwann verwandelte sich die Kraft, die er in sein Gebet legte, in reine Konzentration, der Fokus weitete sich, bis er alles umfasste. Er wusste nicht, was dieses Alles war, aber das machte nichts. Seine Zweifel und Fragen waren darin verschwunden.“ (Pos. 6367) Nun ist der ehemalige Pfarrer gänzlich in die Esoterik abgesunken. Wahrheit ist plötzlich nicht mehr so wichtig, Antworten sind es nicht, nur das Gefühl, mit dem „Allen“ verbunden zu sein. Das erinnert enorm an fernöstliche Meditation, die leider auch in der Kirche immer weitere Kreise zieht.
Fazit: Ein spannender Anfang, viele gute Gedanken und Beschreibungen, die es wert sind, weiter darüber nachzudenken. Die Handlung ist leider häufig zu leicht vorhersehbar, und theologisch bleibt am Ende auch nur noch die Religionsvermischung übrig. Ich gebe dem Buch drei von fünf möglichen Sternen.

 

Zweifel sind eine Chance

Wie gehen wir damit um, wenn wir beginnen, zu zweifeln? Was, wenn plötzlich unser ganzer Glaube in Frage gestellt wird? Was, wenn Menschen, die uns wichtig sind, auf einmal mit ganz vielen Fragen und Zweifeln ankommen? Oder was, wenn wir in einem Gespräch mit einem Menschen mit einer anderen Weltanschauung Fragen gestellt bekommen, auf die wir nicht sofort eine Antwort haben? Ist das ein Grund zur Sorge? Nein, ist es nicht. Zweifel sind eine Chance – aber wie jede Chance wollen sie genutzt werden. Zumeist werden die falschen Weichen gestellt. Ich möchte drei falsche Wege aufzeigen, und am Schluss den vierten, der nicht der einfachste ist, aber sich wirklich lohnt.
1. Ablehnung und Verdrängung
Zweifel sind vom Teufel“, so hört man noch von Zeit zu Zeit. Allerdings ist diese Redensart schon deutlich seltener anzutreffen wie in früheren Zeiten. Die Folge davon ist, dass manche Menschen Angst vor Zweifeln haben und sie versuchen zu verdrängen. Man trifft ab und zu auf ganz subtile Verdrängungsmechanismen, die zum Beispiel so lauten: „Zum Glück ist der Glaube für mich keine Kopfsache. Da muss ich mir keine Gedanken machen.“ Oder es wird zu einem Relativismus gegriffen: „Jeder kann glauben, was er will.“ Das ist ja an sich nicht falsch, aber es führt doch immer wieder dorthin, dass Menschen nicht bereit sind, über den Glauben nachzudenken. Andere Menschen verzweifeln daran, dass der Glaube angeblich nichts für den Kopf sei. Fakt ist: Der Glaube ist fürs ganze Leben. Unser ganzes Denken, Fühlen, Wollen, Reden und Tun will von ihm bestimmt sein.
2. Resignation
Eine heute häufig verbreitete Reaktion auf Zweifel ist Resignation. Zweifel gehörten zum Glauben dazu, sonst würde es ja nicht Glaube sondern Wissen heißen, so wird dann da oft argumentiert. Also wolle man nicht sicherer sein als nötig, sondern sich irgendwie mit den Zweifeln arrangieren. Doch diese ganze Argumentation ist falsch, weil sie von einer falschen Definition des Glaubens ausgeht.Biblischer Glaube bedeutet, jemandem oder etwas zu vertrauen, wenn man dafür gute Hinweise aber nicht unbedingt Beweise hat, und entsprechend danach handelt. Wenn ich ins Flugzeug steige, gibt es keinen Beweis dafür, dass dieses eine Flugzeug nicht entführt und in einen Wolkenkratzer geflogen wird. Trotzdem vertrauen wir darauf. Wir lesen Gottes Wort und finden, dass die Dinge, die darin beschrieben sind, zuverlässig sind. Deshalb vertrauen wir Gott, dass Er unsere Erlösung voll und ganz vollbracht hat.
3. Vergötzung der Zweifel
Die dritte falsche Reaktion geht noch einen Schritt weiter und Vertreter dieser Reaktion meinen, es sei sogar gesund, Zweifel zu haben und vielmehr noch, sie sorgsam zu pflegen und zu kultivieren. Hinter dieser Reaktion steht der Gedanke, dass ein zu starker Glaube intolerant machen würde, und die Zweifel deshalb eine Balance zur Stärke des Glaubens halten sollten. Dies mag für manche Religionen zutreffen, aber ein christlicher Glaube wird gerade dadurch tolerant, dass er stark ist, denn wer den biblischen Gott liebt, kann nicht anders als die Mitmenschen auch zu lieben. Allerdings muss man natürlich zugeben, dass es einigen Missbrauch dieses Glaubens gab. Die Frage, die sich stellt, ist nun, ob es sich deshalb lohnt, wegen des Missbrauchs den richtigen Gebrauch zu begrenzen. Im großen Ganzen gesehen wäre das kontraproduktiv, weil Menschen dann noch vielmehr beginnen würden, die anderen falschen Reaktionen auf den Zweifel zu verfolgen. Das würde im Endeffekt zu mehr Intoleranz führen, denn gerade so genannte „Tolerante“ verhalten sich besonders intolerant jenen gegenüber, die sie als intolerant sehen.
4. Zulassen, überdenken, nachforschen, überwinden
Der vierte und m.E. Beste Weg, um mit Zweifeln umzugehen, ist nicht der einfachste. Er ist nicht von heute auf morgen beschritten. Verdrängen, resignieren oder vergötzen ist viel einfacher und schneller getan. Wir brauchen vor Zweifeln keine Angst haben. Wir können sie als ein Werkzeug betrachten, das Gott gebraucht, um uns zu stärken. Das Ziel sollte sein, sie irgendwann überwunden zu haben und zur Seite legen zu können, wie einen Hammer, nachdem man sich den Daumen rot und den Nagel in die Wand geschlagen hat. Wir dürfen wissen, dass Menschen seit Jahrtausenden Zweifel gehabt haben; und so haben sich viele Generationen mit denselben Fragen beschäftigt, die wir uns auch heute noch fragen. Wir dürfen die Bücher früherer Generationen befragen, aber auch anderer Menschen in unserer eigenen Generation. Es ist wertvoll, einen Freund zu haben, mit dem man darüber sprechen kann. Es ist nicht immer alles einfach und so schnell beantwortet, wie wir uns das wünschen. Aber es lohnt sich – und macht uns stärker im Glauben und Vertrauen in Gott. Mit Fragen, die den Glauben betreffen, beschäftige ich mich übrigens auch auf meinem zweiten Blog, und lade dazu ein, mir dort Fragen zuzusenden, die sich damit befassen.

Richard Dawkins und das Problem des Glaub-o-Meters

Im zweiten Kapitel seines Buches „Der Gotteswahn“ stellt Dawkins ein interessantes Tool vor, mit dem er meint, er könne jeden Menschen irgendwo in eine Schublade stecken. Es handelt sich hierbei um ein Werkzeug, das ich mal um der Einfachheit halber als „Glaub-o-Meter“ bezeichnen möchte. Der Glaub-o-Meter versucht, das ganze Spektrum des Glaubens abzudecken. Ich betone bewusst, er versucht. Wir werden gleich auf dessen Probleme zu sprechen kommen.
Zunächst ein paar grundlegende Gedanken. Atheisten, und ganz besonders auch die fundamentalistischen, aggressiv missionarischen Atheisten wie Richard Dawkins, nutzen häufig mehrere Definitionen für das Wort „Glauben“ und switchen während eines Gesprächs oder eines Kapitels im Buch zwischen diesen verschiedenen Definitionen. Das eigentlichere Problem ist seine Weigerung, den Glauben in seinem Buch klar zu definieren. Mal vergleicht er den Glauben mit der Verliebtheit (S. 309), ein andermal muss er ein Lexikon zitieren (den Eintrag für „delusion“, den Teil des Titels, der mit „Wahn“ übersetzt wird) und meint dazu, dass die Definition „dauerhafte falsche Vorstellung, die trotz starker entgegengesetzter Belege aufrechterhalten wird“ (S. 19) eine gute Definition für den Glauben sei. Alles in allem lässt sich sagen, dass er der Definition von Peter Boghossian mit größter Wahrscheinlichkeit zustimmen würde, welcher seinen Jüngern im „Manual for Creating Atheists“ empfiehlt, für das Wort Glauben immer „behaupten, Dinge zu wissen, die man nicht weiß“ einzusetzen.
Kommen wir also zum Glaub-o-Meter: Dawkins versucht hier, wie bereits gesagt, das ganze Spektrum des Glaubens vom Unglauben bis zum Wissen abzudecken. Hierfür will er sieben Abstufungen entdeckt haben:
1. Stark theistisch. Gotteswahrscheinlichkeit 100 Prozent. Oder in den Worten von C. G. Jung : »Ich glaube nicht, ich weiß.«
2. Sehr hohe Wahrscheinlichkeit knapp unter 100 Prozent. Defacto theistisch. »Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich glaube fest an Gott und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn gibt.«
3. Höher als 50 Prozent, aber nicht besonders hoch. Fachsprachlich: agnostisch mit Neigung zum Theismus. »Ich bin unsicher, aber ich neige dazu, an Gott zu glauben.«
4. Genau 50 Prozent. Völlig unparteiischer Agnostizismus. »Gottes Existenz und Nichtexistenz sind genau gleich wahrscheinlich.«
5. Unter 50 Prozent, aber nicht sehr niedrig. Fachsprachlich: agnostisch mit Neigung zum Atheismus. »Ich weiß nicht, ob Gott existiert, aber ich bin eher skeptisch.«
6. Sehr geringe Wahrscheinlichkeit, knapp über null. Defacto atheistisch. »Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert,  und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.«
7. Stark atheistisch. »Ich weiß, dass es keinen Gott gibt, und bin davon ebenso überzeugt, wie Jung ›weiß‹, dass es ihn gibt.«“ (S. 85f.) 
Sich selbst teilt Dawkins in dieser Liste bei der Nummer 6 ein, bei den de-facto-Atheisten, die sich am Ende immer noch ein Schlupfloch und ein kleines Argument für ihre Toleranz offenhalten wollen.
Wo stehen aber nun Christen? Wenn wir nach den Definitionen von Dawkins gehen wollen, ist überhaupt das ganze biblische Christentum außerhalb dieser Liste anzusiedeln. Obige Liste mag für nichtchristliche Theisten gelten, aber da echte Christen ein biblisches Glaubensverständnis haben, lassen sie sich nicht in eine Schublade, die von Äpfeln bis zu Birnen reicht, einteilen. Und genau da liegt Dawkins‘ Problem. Er arbeitet häufig über die Grenzen seines Berufes hinaus, was an und für sich nicht verwerflich ist. Aber dann sollte man sich mit den Definitionen und Argumenten beschäftigen, die in diesen Gebieten viel mehr Erfahrung haben. Philosophisch und theologisch arbeitet Dawkins erstaunlich schwach.
In seinem früheren Buch, Das egoistische Gen, liefert Dawkins auch eine Definition für den Glauben. Er schreibt dort: „Ein weiteres Glied des zur Religion gehörigen Memkomplexes heißt Glaube. Dieser bedeutet blindes Vertrauen – Vertrauen ohne Beweise und sogar den Beweisen zum Trotz.“ (S. 305) Diese Definition zeigt, dass er sich im Gebiet der Theologie bewegt, ohne sich überhaupt mit ihr ernsthaft beschäftigen zu wollen. Die Definition stammt von ihm, und es wird wohl sehr wenige Menschen geben, die sich Christen nennen und mit dieser Definition ihres Glaubens einverstanden wären. Der Glaube, so meint Dawkins, ist einfach ein Gedankengebilde, das mehr oder weniger zufällig entstanden ist („Mem“ ist eine Wortneuschöpfung von ihm und bewusst als eine Parallele zum „Gen“ gehalten), sich dann immer raffinierter weiterentwickelt (auch dies als Parallele zum egoistischen Gen, das alles tut, um möglichst viele Generationen zu überleben), aber jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, wo die Vernunft über diese Meme (und die Gene) triumphieren solle.
Interessant ist dabei auch, dass Dawkins immer wieder den Glauben den Gewissheiten gegenüberstellt, welche öffentlich anerkannt und somit unumstößlich gelten. Kein ernsthafter Wissenschaftler käme jemals auf die Idee, dass irgendeine Theorie seines Fachs unumstößlich sei. Im Zeitalter der beiden Relativitätstheorien, der Quantenphysik, der Heisenbergschen Unschärferelation, des Gödelschen Unvollständigkeitssatzes und der Chaostheorie bleibt am Ende oft mehr Zweifel als Gewissheit. Inzwischen sind alle Theorien Newtons überholt – und doch lernt jeder Schüler immer noch diese falschen Theorien.
Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass Dawkins – besonders im Buch Das egoistische Gen selbst ein Evangelium predigt: Mit einer Schöpfungslehre, einem Sündenfall, einer Heilsgeschichte und nicht zuletzt einer Erlösung. Seine Geschichte beginnt in der Ursuppe, in welcher sich zahlreiche freie Atome befinden, die sich immer wieder zusammensetzen und so verschiedene Aminosäuren bilden. Irgendwann bildet sich durch reinen Zufall auf diese Weise eine Replikatorsubstanz – eine Aminosäure, welche die Eigenschaft besitzt, Kopien ihrer selbst herzustellen. Auf diese Weise sei das Gen entstanden, welches nun versucht, unsterblich zu werden. Es bildet immer komplexere Gestalten, die das Überleben des Erbgutes sichern sollen. So ist der Körper eines jeden Lebewesens aus dieser Sichtweise lediglich als Vehikel der Gene zu sehen.
Im Laufe der Zeit hätten sich diese Genvehikel immer besser an die Bedingungen des Überlebens angepasst und in einem Fall sogar eine Vernunft entwickelt. Diese erlaubt es dem Menschen, zu planen, zu reflektieren, etc. Um das eigene Überleben besser sichern zu können, sei so auch die Religion erfunden worden, weil sich dadurch andere Vehikel kontrollieren und unterdrücken ließen. Doch nun, da sich diese Vernunft immer weiter entwickelt habe, sei sie nun imstande, den Egoismus der Gene zu überwinden. Und darin besteht nun für Dawkins die Erlösung. Der Mensch kann seiner Vernunft gemäß die Herrschaft der Gene und der Meme überwinden.
Was insgesamt aber nicht zu überzeugen vermag, denn wenn wir den Maßstab, den Dawkins an den Glauben anlegt, auch bei seinem Evangelium anlegen, so zeigt sich die Schwäche seines Ansatzes. Letztlich sind dann auch die Vernunft und das Dawkinsche Evangelium nichts anderes als Meme, die im Laufe der Zeit mehr oder weniger zufällig entstanden sind. Es gibt keine letzte Begründung dafür; wer daran glauben will, mag daran glauben. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass der Mensch sich selbst erlösen kann; was auch immer man als Begründung dafür annimmt. Wenn die Gene und Meme letztgültige Herrschaft über alle Lebewesen ausüben, so könnte man höchstens sagen, dass die Vernunft eine Illusion sei, die von den Genen hervorgerufen werde. Damit bleibt der Mensch jedoch in dieser Illusion gefangen und es gibt keinen Ausweg. Auch hier zeigt sich, dass der Mensch die Erlösung von außen braucht; er braucht einen Erlöser, der ihn aus seiner Selbstbezogenheit rettet.

Lasst die Kinder laufen lernen!

Stell Dir vor, es wird ein Kind geboren, und die Eltern rufen gleich das Fernsehen an: Kommt bitte schnell her, ihr sollt unser Neugeborenes gleich live übertragen und zeigen, wie gut es laufen kann! Eine absurde Vorstellung, oder? Als unser Sohn zur Welt kam, waren wir stolze, glückliche, strahlende Eltern, aber wir waren uns auch der Grenzen bewusst, die so ein kleines, süßes Geschöpf hat. Inzwischen geht, läuft, rennt unser Sohn. Aber das hat eine gewisse Zeit und viel Übung gebraucht. Ich habe das Gefühl, dass uns dieses Wissen manchmal fehlt, wenn sich jemand frisch bekehrt. Ganz besonders dann, wenn es jemand Bekanntes ist. Eine Celebrity-Person, ein Promi. Dann sind wir nämlich ganz schnell dabei, von einem frisch geborenen Baby das Unmögliche zu erwarten. Und bauen damit einen enorm ungesunden Druck auf.
Was geschieht, wenn sich jemand bekehrt? Jesus nannte das eine Neugeburt. Das ganze Leben muss unter neuen Vorzeichen betrachtet und neu kennengelernt werden. Vom Minus zum Plus: Plötzlich ist die ganze Welt um 180° umgedreht. Alles neu. Alles frisch. Ein radikaler Bruch mit dem Bisherigen. Das bisherige Selbst muss gekreuzigt werden. Ein oft schmerzhafter Vorgang. Schlechte Gewohnheiten durch gute Gewohnheiten ersetzen. Das kann anstrengend sein. Jeden Gedanken unter dem Gehorsam Christi gefangen nehmen. Lernen, mit der neuen Freiheit in Christus umzugehen. Den täglichen Kampf mit der Sünde und den Versuchungen aufnehmen. Den alten Menschen ausziehen und den neuen Menschen anziehen. Das ganze Leben neu ordnen und sortieren.
Und was, wenn jetzt auch noch die Kameras der Reporter ständig dabei sind? Das baut einen unnötigen zusätzlichen Druck auf. Seien wir ehrlich: Jedes Kleinkind fällt zigmal um, bis es einigermaßen fehlerfrei gehen kann. Und jeder neugeborene Christ macht ebenso seine Fehler. Übrigens nicht nur die frisch Neugeborenen. Aber die frisch Neugeborenen machen dabei meist die offensichtlichsten davon. Ein Kind, das ständig vorgeführt wird und immer zeigen muss, welche neusten Fähigkeiten es drauf hat, wird im natürlichen Wachstum gehindert. Es fängt an, für die Show zu leben und lernen. Es merkt: Meine Eltern lieben nur meine Fähigkeiten, nicht mich. Um mich geht es gar nicht, es geht im Leben nur noch um die Show. Und vermutlich wird es alles versuchen, damit die Eltern mit ihm zufrieden sind und ihm Liebe zeigen. Viele junge Christen lernen etwas Ähnliches: Gott geht es nicht so um mich, sondern nur um mein Verhalten.
Wenn man sich auf den christlichen Plattformen umsieht, stellt man immer wieder fest, wie beliebt es ist, auf die bekehrten Promis zu verweisen. Auch in Diskussionen wird das als ein „Argument“ für den Glauben verwendet: Schau mal, weil Promi XY auch Christ ist, solltest Du das auch werden! Ich muss sagen: Ich freue mich sehr über jeden, der zum Glauben kommt, aber solche Artikel und Diskussionen finde ich echt schrecklich. Da sieht man, wie die neubekehrten Promis auf Schritt und Tritt von den Medien verfolgt werden und wie jedes Wort in den Online-Diskussionen zerrissen wird. Da kann ich nur bitten: Lasst die Kinder laufen lernen! Lasst sie erst mal ein paar Jahre in Ruhe ihren neuen Glauben entdecken! Lasst sie in den Gemeinden dieselben Aufgaben übernehmen, wie sie jedes andere neue Gemeindemitglied auch bekommt! Und bitte: Verzichtet die ersten Jahre darauf, Werbung für die betreffende Gemeinde mit diesem Promi-Namen zu machen!
Wenn sie in ihrem Glauben gewachsen sind, fest und mündig geworden, mit einem soliden Fundament an biblischer Lehre ausgerüstet, dann sieht die Welt wieder anders aus. Ok, ehrlich gesagt finde ich die Gemeindewerbung mit den Promi-Namen zu jeder Zeit billig, zumindest Interviews sind dann ok. Aber gerade als christliche Medien sollte es dafür einen Ethik-Code geben, der Prominenten mehrere Jahre Zeit lässt, ohne sie mit Anfragen für Artikel und Interviews unter einen unnötigen und zudem ungesunden Druck zu setzen.

Zu allem Überfluss lauern an jeder Ecke des WWW sensations- und meckergeile Christen, die sich alle Mühe geben, jedem Satz der Promis auszuschlachten. Die einen, um zeigen zu können, warum diese Prominenten auf keinen Fall gläubig sein könnten, die anderen, um sie zu verteidigen und sich dadurch über die Meckerer lautstark aufregen zu können. Das Ganze artet zum Volkssport aus, schürt den Hass und führt zu zunehmender Bitterkeit. Auch hier ist es nötig, eine neue Medienethik zu entwickeln, also die Frage, wie wir als Leser mit solchen Meldungen umgehen. Der erste Schritt ist das Gebet für diese Menschen, denn wir dürfen sicher sein, dass es nicht einfach für die Betreffenden ist und sie unter großem Druck stehen. Als Zweites sollten wir uns deshalb mit Kommentaren dazu zurückhalten. Und nicht zuletzt ist es auch wichtig, dass wir diese Erkenntnisse in unserem Umfeld weitergeben.

Ein puritanischer Glaubensgrundkurs

Wer mich kennt, weiß, dass ich häufig das Lesen von alten Büchern – insbesondere aus der Zeit der Reformation, der Puritaner und des frühen Methodismus – empfehle. Ab und an kommt dann die Frage: Alles gut und recht, aber wo fange ich an?
Eins der Bücher, die ich da besonders gern empfehle, ist ein kleiner Glaubensgrundkurs von Henry Scougal. Dieser Mann wurde 1650 in Schottland geboren. Sein Vater war über 20 Jahre lang Bischof von Aberdeen. Mit 15 Jahren begann Henry seine theologische Ausbildung und wurde mit 22 Jahren zum Pastor ordiniert. Ein Jahr später kehrte er an die Universität zurück, wo er die restlichen fünf Jahre seines Lebens als Theologieprofessor lehrte. Mit 27 Jahren starb er – viel zu früh, möchte man sagen – an Tuberkulose.
Sein wichtigstes Werk ist ein ausführlicher Brief an einen Freund, in welchem er den christlichen Glauben vorstellt. Kurz vor seinem Tod hat er den Inhalt dieses Briefs noch überarbeitet und für den Druck freigegeben. Es erschien unter dem Titel „The Life of God in the Soul of Man“ (Das Leben Gottes in der Seele des Menschen) und ist als schönes PDF kostenlose online zu finden (Link).
Dieses Büchlein hat schon vielen Menschen geholfen, einen Durchbruch zum echten Glauben zu finden. Etwa der Erweckungsprediger und Evangelist George Whitefield hat erzählt, dass seine Bekehrung, nach der er lange gesucht und gestrebt habe, erst durch das Lesen von Scougals Buch bewirkt wurde.
Scougal beginnt damit, zu erklären, was wahrer Glaube ist und was nicht. Er definiert den Glauben als „Göttliches Leben“ (Divine Life) und erklärt das recht ausführlich. Dem Glauben als „göttliches Leben“ stellt er das natürliche oder „tierische Leben“ (animal life) des Menschen gegenüber. Der Mensch ist für etwas Besseres gemacht als dieses animal life, deshalb macht er sich schuldig gegenüber Gott, wenn er sich von der tierischen Selbstliebe und Egoismus leiten lässt.
Was den Unterschied ausmacht, das ist das Leben, welches Gott im gläubigen Menschen lebt: Er erfüllt den Menschen mit Liebe zu Gott, und diese Liebe zu Gott führt weiter zur Liebe gegenüber den Mitmenschen. (Nebenbemerkung: Das ist eine ganz wichtige Sache, dass wir diese Reihenfolge beibehalten. Zuerst kommt die Liebe zu Gott, die automatisch zur Nächstenliebe führt und nicht umgekehrt! Das wird im 21. Jahrhundert zu oft vergessen und verwechselt!) Davon ausgehend wird der gesamte Glaube Stück für Stück angeschaut und daraus viele wertvolle Lehren und Konsequenzen für unser tägliches Leben gezogen. Das kurze Büchlein (84 Seiten) ist relativ leicht zu lesen, an den Stil muss man sich halt gewöhnen („doth“ statt „does“, etc.).
Ich habe das Buch leider bisher noch nicht auf deutsch gefunden. Falls jemand etwas davon weiß, bin ich dankbar um Hinweise.